{By the Sea} oder: Weil hübsch verpacken auch Ehrensache ist.

Dienstag, 27. Mai 2014

Kommentare:
Das mit dem Schenken ist ja so eine Sache. Ich persönlich tue es wahnsinnig gern, zermartere mir selbst aber oft über Wochen hinweg das Gehirn, was dem bzw. der zu Beschenkenden denn überhaupt wirklich Freude bereiten könnte und nicht nur nach geheuchelter "freudiger Überraschung" auf nimmer wiedersehen im Keller verschwindet bis es eines Tages am Flohmarkt landet und man ganz erstaunt zu hören bekommt "Was, das ist von Dir? Tut mir Leid, dann behalte ich es natürlich!".

Wenn ich dann allerdings an den Punkt gelangt bin, an dem ich mich für ein Geschenk entschieden und dieses auch erworben oder fabriziert habe, stellt sich zumindest für mich die nächste Frage: Wie packe ich das jetzt ein?

Mir ist natürlich bewusst, dass sich wohl die wenigsten Menschen auch nur weiterführende Gedanken zur Umverpackung des Präsents machen, mir allerdings geht es da eben anders. Es soll ja schließlich passen und im Idealfall bereits vor dem öffnen Freude schenken (und bezaubern). Gerne stimme ich das sogar auf das Geschenk an sich ab, oder zumindest auf die Karte bzw. achte ich darauf, dass alles möglichst miteinander harmoniert, sowohl farblich als vielleicht auch noch thematisch. Zumindest im Ansatz.
Den Äußerungen der Menschen die ich beschenke zufolge, gelingt mir dies auch ziemlich gut. Deshalb habe ich mir gedacht, dass es vielleicht mal an der Zeit wäre, eine neue Kategorie einzuführen, weil hübsch verpacken schließlich auch Ehrensache ist.

An dieser Stelle habe ich nun allerdings genug "Einführung" getippt, jetzt gibt es mal was zu sehen, nämlich das Geschenk für den runden Geburtstag meiner Tante.



Die "mein lieber Scholli"-Karte im Hintergrund haben wir übrigens spontan bei BUTLER'S entdeckt und einfach kaufen müssen!
Aufbauend auf dem Fisch-Thema habe ich die Verpackung maritim gestaltet, also mit Streifen, blauen Akzenten, Schnur und improvisiertem Angelhaken. Für das verspielt weibliche habe ich ein paar Perlen eingesetzt.


Was man braucht
  • ein Blatt weißes Papier in der passenden Größe (in meinem Fall hat eine DIN A4 Seite gereicht)
  • einen sehr breiten schwarzen Filzstift (ich habe einen von EDDING verwendet)
  • ein Lineal oder anderen langen, geraden Gegenstand zum Linienziehen, wenn man gut ist, kann man's auch freihand probieren
  • ein Stück Draht für den Haken (natürlich geht auch ein echter Angelhaken, ich hatte aber keinen)
  • ein breites petrolfarbens sowie ein schmales hellblaues Band
  • Klebstreifen
  • gekordelte Schnur
  • Bastelperlen
  •  Schere

Wie man's macht

Begonnen habe ich damit, das weiße Blatt mit schwarzen Streifen zu versehen, dabei habe ich keinen besonderen Wert darauf gelegt, dass diese allzu akurat werden, schließlich sollte es locker und entspannt wirken. Gleich anschließend habe ich das Geschenk (für all jene, die vor Neugier fast platzen: es ist ein Armband) damit eingeschlagen und natürlich auch zugeklebt.

 

Anschließend habe ich ein Stück leicht transparentes Geschenkband abgeschnitten und horizontal zu den Streifen des Papiers um das Geschenk gelegt und auf der Rückseite wieder mit Klebeband fixiert.
 

Weiter geht's mit dem Draht, den ich mich Zangen in Form gebogen habe, bis er zumindest einem "stilisierten" Angelhaken gleichkam. Durch den Ring am einen Ende habe ich die gekordelte Schnur gebunden, das andere Ende habe ich in eine Schlaufe geknotet.


Im vorletzten Schritt kam noch ein zweites, schmales Satinband dazu, dass ich zwischen den "Hakenverschluss" und den Rand des breiten Band gelegt und ebenfalls an der Rückseite festgeklebt habe.


Zu guter letzt habe moch ein Stück Schnur in zwei Teile zerzwirbelt. Eine Hälfte bleibt über, auf die andere habe ich ein paar Peerlen aufgefädelt und über das zweite, hellblaue Satinband gelegt und mit Schleife verknotet.



Ich hoffe ihr hattet Spaß mit meinem kleinen Einpack-DIY! 
Packt ihr auch so gerne ein wie ich?





GODZILLA 3D

Montag, 19. Mai 2014

1 Kommentar:
Ich glaube ausnahmsweise mal nicht, dass es bisher schon so rübergekommen ist, aber ich bin ja eingefleischter Monster-Film-Fan. Ich bin zwar kein "Nerd" in der Hinsicht, der mit sämtlichen Hintergrund-Infos glänzen könnte, allerdings liebe ich sie trotzdem nicht weniger. 
Was die natürliche Folge nach sich zog, dass ich voll und ganz aus dem Häuschen war, als ich hörte, dass ein neuer GODZILLA Film anstand. Vergangenen Donnerstag war es dann so weit, Kinostart. 

Das hieß Freitagsabendunterhaltung vor Leinwand. Letzte Reihe. Knabbereien. Mentos Fruit. Was sonst?

Ich meine, es ist ja schon allein der Moment, kurz bevor es los geht. Wenn die Lichter ausgehen und das allgemeine Gemurmle in ein gedämpftes getuschel übergeht, bevor die Kinogänger vollkommen verstummen und sich nach Möglichkeit für die nächsten Stunden und Minuten voll und ganz in einer Geschichte zu verlieren.



Damit ihr auch ein wenig in das Godzilla-Feeling kommt, habe ich noch den Asia Trailer angehängt. Falls ihr euch nun fragt, wieso ich ausgerechnet den ASIA Trailer anhänge, statt einen anderen, dann sei gesagt: weil ich ihn am besten finde. Er ist zwar ca. 1 Minute kürzer, dafür aber sieht man auch mal was von den Monstern. Wer mehr will, dem empfehle ich einfach mal Youtube (oder das Kino).

Aber nun mal zum Film, der sich wunderbarer Weise genau 60 Jahre nach dem allerersten Godzilla Film die Leinwand als Alpha Prädator untertan macht.

Die Geschichte:
Bei Minenarbeiten auf den Philippinen stürzt der Boden ein, einige Experten werden zu Rat geholt, da sich darunter eine gigantische Höhle befindet, in der neben einem gigantischen Skellett auch zwei Sporen gefunden werden - eine verlassene sowie eine ruhende.
Ortswechsel: Joe und Sandra Brody leben zusammen mit ihrem kleinen Sohn Ford in Japan. Die beiden arbeiten dort als (ich denke) Ingenieure in einem Atomkraftwerk, der Sohn besucht die Schule. Schon seit einer Weile beobachtet Joe ein "Muster", dass er anfänglich für eine seismische Eigenart hält, bald jedoch schon als weitaus kritischer Einstuft und daher beim "Chef" eine vorübergehnde Abschaltung des Kraftwerks erwirken will, bis Gefahren ausgeschlossen sind. Seine Frau schickt er, während er das Gespräch sucht, bereits in Schutzkleidung und einer Gruppe "runter".
Unmittelbar darauf kommt es zum Unglück, Strahlung tritt aus. Joe eilt hinunter um das Tor manuel schließen zu können, sobald seine Frau nebst restlicher Besatzung in Sicherheit sind, leider ist die Wolke schneller und er schließt in letzer Sekunde das Tor - tragisch tragisch: wenige Sekunden darauf ist seine Frau mit der verbliebenen Mannschaft am Tor und er sieht sie noch durch das Sichtfenster, wissend, dass alle dahinter unweigerlich dem Tod geweiht sind.
Das Kraftwerk stürzt anschießend ein, der Sohn beobachted dies von Klassenzimmer aus durch das Fenster.

Viele Jahre später hat Ford selbst Frau und einen kleinen Jungen, sie leben in San Francisco. Er kommt gerade von einem Militäreinsatz nach Hause, wird allerdings noch am selben Abend angerufen, um seinen Vater aus der Untersuchungshaft in Japan abzuholen - er wurde wiederholt im Sperrgebiet um das Kraftwerk angetroffen (fragt mich nicht, wie er das einstürzende AKW überlebt hat).
Der brave Sohn macht sich natürlich sofot auf den Weg und holt Vati da raus - um festzustellen, dass dieser wohl an der Schwelle zum Wahnsinn steht. Der Tod Sandras hat ihn nie los gelassen, noch immer ist er auf der Suche nach Antworten, hält das "Muster" von damals mittlerweile für eine "Unterhaltung". Um zu beweisen was er glaubt, bittet er seinen Sohn noch ein letzets Mal mit ihm in die Sperrzone zu kommen, zum einem um Abzuschließen, zum anderen um seine Disketten zu sichern und auch ein Bild seiner Frau zu holen, da dies durch die überstürzte Evakuierung nicht möglich war. Genervt willigt er ein.
Dort angekommen stellen sie schnell fest, dass in der "verseuchten" Sperrzone keinerlei Strahlung existiert. Sie finden ihr reichlich verfallenes früheres Haus und dort auch die entsprechenden Unterlagen. Auf dem Rückweg werden sie von Hubschraubern abgelenkt, die sie stutzig machen, noch bevor sie zu einem Schluss kommen, werden sie allerdings von Militärkräften aufgegriffen, die sie zum AKW bringen, in der die Spore von damals eine neue Daseinsform gewählt hat, die ich am ehesten mit einer "Puppe" vergleichen kann, wobei das sicherlich der falsche Ausdruck ist. Diese Spore/Puppe gibt derzeit das exakt gleiche "Muster" wieder, wie "damals". Die Tatsache, dass Joe einer der wenigen Überlebenden des AKW's ist, macht ihn für den Wissenschaftler Dr. Serizawa interessant, weil dieser sich wiederum Antworten von Joe erwartet, der in einem provisorischen Verhörraum festgehalten wird.
Noch bevor in dieser Hinsicht etwas erreicht werden kann, "schlüpft" der gigantische "Muto". Trotz der Sicherungsmaßnahmen schafft dieser es ohne weiteres sich zu befreien und startet eine wütende Zerstörungsorgie, bei der klar wird, dass er elektromagnetische Impulse verursachen kann, die jedwede Elektronik im Umkreis lahm legt. Joe und Ford können ins Freie entkommen, für Joe endet die Flucht allerdings unglücklich, er wird lebensgefährlich verletzt.

Der Muto indes wird immer lebendiger und setzt sein ominöses Rufen fort, was ziemlich schnell auch den titelgebenden "Alpha Prädator" auf den Plan ruft - und das Muto-Weibchen.

Was nun kommt, werde ich nicht mehr verraten, aber natürlich Geballere, Zerstörung und Monster. Was auch sonst ;-)

Meine Meinung:
Meines Erachtens nach ein überaus gelungener Monsterfilm, der sich im Gegensatz zum ziemlich frei interpretierten Roland Emmerisch-Godzilla von 1998 auch deutlich mehr an der japanischen Vorlage orientiert und damit auch ganz gut fährt. Als wirklich gut empfand ich Bryan Cranston (Malcom mittendrin, Breaking Bad), bei dem ich es wirklich bedauerte, dass seine Rolle so bald den Filmtot sterben musste (uh, Spoiler).
Die Monster sind recht ansprechend designed und bewegen sich mit einer wunderbaren Selbstverständlichkeit in ihrer Zerstörungswut durch diverse Orte, bis das Finale dann auch mal in San Francisco statt im ewigen Los Angeles, New York oder Washington ein furioses Ende findet.

Sehr schön: Bevor Godzilla zum ersten Mal feste Erde betritt, gibt's erstmal einen gewaltigen Tsunami, der seine Größe und Wucht eindrucksvoll veranschaulicht (ganz nebenbei handelt es sich hierbei übrigens auch noch um den "größten" Godzilla aller bisherigen Filme - aber so kennen wir die Amis schließlich auch "think big").
Besser machen hätte man natürlich auch einiges können, zum Beispiel mehr Monster und weniger Menschen. Dafür wiederum war der "Sound" großartig, gerade die Momente, in denen der gesamte Film nurmehr von einem alles verdrängenden Dröhnen erfüllt war haben mich beeindruckt.
Von mir also eine ganz klare Empfehlung! Zumindest, wenn man große Monster in Filmen mag.




Schwarz-weisser Rotweinkuchen mit Heidelbeeren

Donnerstag, 8. Mai 2014

Kommentare:
Heute an diesem "schönen" grauen Regentag gibt es nach langer Zeit wieder ein Backrezept, das wie für nass-kaltes Wetter gemacht scheint. Vollmundig, schokoladig und mit einem Hauch Beeren. Zugegeben, ich mag keinen Rotwein, aber im Kuchen schmeckt man ihn nicht so wirklich raus, da mundet er sogar mir.
Wer Rotwein im übrigen in etwa so gerne mag wie ich, der kauft entweder (wenn er keinen haben sollte, mir wird der gerne mal Geschenkt) eine kleine Flasche oder verschenkt den Rest einfach, so wie ich es getan habe. Da freut sich dann der Nachbar.

Wenn wir schon bei freuen sind: ich hätte mich sehr gefreut mehr von diesem Kuchen zu fotografieren, allerdings hatte ich morgens 1. schlechtes Licht und 2. keine Lust und ihn anschließend im Büro dabei. Man mag nicht glauben, wieviel 6 Leute Kuchen essen können. 
Aber gut, deshalb hatte ich ihn ja auch dabei, das er gegessen wird♥



Zutaten
Für den Teig
250 ml Rotwein
250 g Mehl
250 g weiche Butter
250 g Zucker
1 Pack Vanillezucker
4 Eier
1 Pack Backpulver
3 EL Kakao
2 TL Zimt
200 g dunkle Schokolade (gehackt, Streußel, Linsen...was auch immer)

Für die Deko
200 g weisse Kuvertüre
gehackte oder gemahlene Pistazien
100 g Heidelbeeren


Zubereitung
Zucker, Vanillezucker, Butter und Rotwein zusammen in eine Rührschüssel geben und kurz durchquirlen, bis das ganze sehr unappetitlich aussieht, zugegebener Maßen. Mehl, Kakao, Backpulver und dunkle Schokolade mischen und nach und nach unterrühren. 
Das ganze in eine eingefettete Kastenform geben und ca 1 Stunde bei 170 °C Umluft auf mittlerer Schiene backen.
Er ist durch, wenn nur noch ein paar saftige Brösel beim Stäbchentest hängen bleiben.

Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen und nach ca. 15 - 20 Minuten stürzen und weiter abkühlen lassen. Zwischenzeitlich Kuvertüre wahlweise im Wasserbad oder wie ich es bevorzugt tue: in der Keramikpfanne schmelzen (geht auch schneller und sieht genauso aus). Für ein Dekor wie ich es gemacht habe, genügt es, wenn die Kuvertüre gerde so geschmolzen ist, ist sie flüssiger, verläuft sie mehr.

Ist der Kuchen kalt genug (also zumindest handwarm), kann die dickflüssige Kuvertüre darauf verteilt und mit einigen Heidelbeeren und Pistazien verziert werden.

Tipp: Besonders lecker schmeckt das ganze mit lauwarmem Milchreis.


Et-Voila! 
Fertig ist der Rotweinkuchen für Schoki-Schleckermäuler. Viel Spaß beim naschen! ♥

Rückblick April 2014

Montag, 5. Mai 2014

Kommentare:
Heute kommt mit ein wenig Verspätung der Rückblick für den Monat April, der Wetter betreffend machte was er wollte und scheinbar in ziemlich guter Stimmung war. Zum Glück!

Gesehen
"Real Humans" - eine wirklich tolle Serie über Menschen und das Zusammenleben mit "Human Robots". Ziemlich spannend, kommt aber leider eigentlich zu spät für mich.

Gehört
"Dark Paradise" von Lana Del Rey // "This Piece Of Poetry Is Meant To Do Harm" von The Ark

Gelesen
"Seine Toten kann man sich nicht aussuchen" von Janine Binder

Gegessen
 Irgendwie zu viel von allem, aber lecker war's.

Getrunken
Die erste vollmundige Mass des Jahres und das auch noch im Bierzelt!

Gedacht
Dass ich nichts anzuziehen habe.

Gewünscht
Dass es auf Asos wiedermal 25 % Rabatt auf alles gibt.

Gefreut
Für das wunderbare Hochzeitspaar, an einem wundervollen Tag bei dem wohl wirklich alles perfekt war und ablief!

Geärgert
Dass ich diese blöde Virus-Mail geöffnet habe. Endlich läuft der PC wieder.

Gekauft
Eine "Happy"-Kette auf Sheinside und ein Spitzenkleid.

Geliebt
Das Suchen, Finden und Verstecken von Ostereiern und -schoki♥

Getan
Auf Asos bestellt, leider "nur" 1 Kleid, weil das zweite in meiner Größe ausverkauft war.

Vorgenommen
Mehr an die Macht der Wünsche zu glauben und diese mit Bedacht zu wünschen.

Bilder des Monats