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Montag, 7. Januar 2013

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Es ist soweit, ihr findet mich jetzt auch auf Bloglovin!
Natürlich würd ich mich freuen wenn ihr mir da folgt, versteht sich ja von selbst.
Und denkt nicht, ich wär herzlos, bzgl. des vorigen Posts. Ich versuche mich durchaus auch abzulenken. Ich bin mehr der Verdränger.


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(das dürft ihr ruhig als Aufforderung verstehen ;-)

Schlafes Bruder

1 Kommentar:
Manchmal, manchmal verschwimmen Grenzen, oder überlagern sich.
Zumindest scheint es so. Zumindest für mich.

Man versinkt in diese trist grauen Tage und kann nicht mehr sagen, ob es nun noch November oder doch schon Januar ist. Trist-graue Zwillinge, trostlos, und beide auf ihre Art und Weise scheinen mir stets nicht-enden-wollend.
Sie passt zu mir, die Trostlosigkeit dieser Tage. Zu meinen Gefühlen. Oder auch andersherum, eventuell besteht ja noch die Möglichkeit, dass sich meine Gefühle angepasst haben. Oder das Leben generell.
Ich finde es stets aufs Neue in gewisser Weise faszinierend, wie sehr man doch sein eigenes Leben und ja auch sein eigenes Umfeld, als irgendwie weltumspannend ansieht. Erfüllend, wie diese Flüssigkeit in Schneekugeln . Dabei interessiert es die Welt überhaupt nicht. Man ist ein Sandkorn am Strand. Die Flut kommt, die Flut geht. Ebenso wie das Leben.
Meistens versinke ich in Schwärze, wenn es geht. Wobei ich das noch nicht oft erlebt habe, wenn das Leben von jemandem geht oder zumindest einen gewissen Abstand innehatte - sei es nun emotional oder räumlich. Wenn ich nicht gezwungen bin, mir die Ebbe zu vergegenwärtigen. Vielleicht ist es in etwa so, wie bei diesem Spruch mit dem umfallenden Baum. Ob er wirklich fällt, wenn niemand es hört. Vielleicht ist ja keine Ebbe, wenn niemand sie sieht. Vielleicht sterben wir nicht, wenn niemand es weiß.

Ich war am gestrigen Nachmittag gezwungen - oder sah mich gezwungen - einen schweren Schritt einzuleiten. Schritte zu unternehmen und zu gehen ist ja nie leicht, ob man es nun gerade lernt, zu gehen oder ob man lernen muss, zu gehen. Ich weiß gar nicht was schlimmer ist, jemand gehen zu lassen oder selbst zu gehen. "The hardest part of this is leaving you" besingen My Chemical Romance das Gehen in Cancer. Vielleicht ist das manchmal so. Vielleicht ist es manchmal auch gut, etwas hinter sich zu lassen, auch wenn es die Flut des Lebens ist.
"When you sleep, you're not dead - even when you're dead, your not really dead" heißt es bei Bright Eyes. Vielleicht ist es ja so?

Vor fast 16 Jahren, ich war 10 Jahre alt, habe ich einen Wurf Kätzchen mit der Hand aufgezogen, nun gut, natürlich war ich auch noch in der Schule, aber ich habe mich schon sehr damit beschäftigt. Ihre Mutter war krank und es fehlte ihr ganz einfach die Kraft, was hätte ein Mensch mit Mitgefühl schon anderes tun können? 16 Jahre. Das ist mehr als mein halbes Leben. 16 Jahre kannte ich dieses wundervolle Geschöpf und dann, dann beginnt sich ihr Rückenmark aufzulösen, zumindest hat es der Tierarzt so erklärt, zumindest war es das, was ich in dem Moment verstanden habe.
Sie war schon schwach, die letzten Tage.
Es war das dritte mal in meinem Leben, dass ich ein Tier einschläfern lassen musste. Einmal ein Kaninchen. Ein zweites Mal eine Findelkatze, voller Maden.
Das Dritte mal Gestern. Es war schlimm aber irgendwie hat es mir nicht das Herz gebrochen. Nicht so sehr, wie ich dachte. Ich denke, es war Zeit sie gehen zu lassen, sie hatte Schmerzen.
Ich hielt sie im Arm, sie hat geschnurrt. Ich glaube, sie war glücklich.


Albert Schweizer hat einmal gesagt: 
"Das Wenige, was du tun kannst, ist viel – wenn du nur irgendwie Schmerz, Weh und Angst von einem Wesen nimmst."